Sonntag, 21 Jumada al-awwal 1448 | 01/11/2026
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Zentrales Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir

H.  1 Jumada I 1448 No: 1448AH/053
M.  Montag, 12 Oktober 2026

 

Presseverlautbarung

Ephpheta-Paul-VI.-Institut und rassistischer Extremismus

(Übersetzung)

Das Ephpheta-Paul-VI.-Institut (Iftah-Paul-VI.-Schule für Menschen mit besonderen Bedürfnissen) in der Stadt Bethlehem im Westjordanland hat eine Welle der Empörung ausgelöst. Grund dafür ist die Entscheidung der Schulleitung, Schülerinnen mit Hidschab (Kopftuch) den Zutritt zur Schule zu verweigern. Den Schülerinnen wurde mit dem Schulverweis gedroht, und sie werden als unentschuldigt fehlend geführt, sofern sie darauf bestehen, ihren Hidschab zu tragen.

Im fünfzehnten Jahr nach der Hidschra verfasste der Führer der Gläubigen (Amir al-Muʾminin), Umar (r.a.), einen Schutzbrief für die Christen von Bait al-Maqdis (Jerusalem). Er garantierte ihnen Schutz für ihr Leben, ihr Eigentum, ihre Gebetsstätten und ihre religiösen Riten und sicherte zu, dass ihnen kein Schaden zugefügt werden dürfe. Bereits zuvor hatte uns der Gesandte Allahs (s.a.w.) angewiesen, die Dhimmi (Schutzbefohlenen) aus den Reihen der Leute des Buches keinen Schaden zuzufügen. Sie lebten an unserer Seite, während wir diese Bündnisse stets wahrten.

Doch heute, in Bait al-Maqdis – und trotz der vielen Jahrhunderte, in denen Christen in Sicherheit und Frieden in unseren Ländern lebten – sehen wir uns mit einer Entscheidung dieser Förderschule konfrontiert: Eine Einrichtung, deren soziale Aufgabe eigentlich darin besteht, Kinder zu unterrichten, sie vorzubereiten und ihnen die vollständige Integration und Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen, begegnet uns nun mit einer rassistischen Entscheidung, die allen Bräuchen und Religionen widerspricht und jeglicher rechtlichen Grundlage entbehrt.

O ihr Muslime im Gesegneten Land, die ihr um euren Din und eure Ehre besorgt seid! Diese Entscheidung – von der Schule unter dem Vorwand eigener Vorschriften und einer offiziellen Schuluniform getroffen und trotz aller Vermittlungsversuche und Interventionen muslimischer wie christlicher Persönlichkeiten nicht zurückgenommen – offenbart einen abscheulichen Rassismus und eine offen erklärte Feindseligkeit gegenüber euch, eurer Religion und ihren Geboten.

Erstens: Der Hidschab der muslimischen Schülerinnen ist eine Pflicht, die vom Herrn der Welten auferlegt wurde. Auch der christliche Glaube kennt die Kopfbedeckung für Frauen, und Ordensschwestern tragen sie bis zum heutigen Tag.

Zweitens: Die Vorschriften des Bildungsministeriums untersagen ein solches Vorgehen ausdrücklich; die Ausübung religiöser Riten durch Schülerinnen und Schüler ist grundsätzlich ein gesetzlich garantiertes Recht.

Drittens: Die Schülerinnen sind es seit Jahren gewohnt, ihren Hidschab zu tragen. Warum beharrt die Schule ausgerechnet jetzt darauf, sich dem Hidschab zu widersetzen – einem Symbol, das für Muslime von Heiligkeit geprägt ist?

In wessen Interesse schweigt das Bildungsministerium zu einer solch beleidigenden Entscheidung und dazu, dass Schülerinnen mit besonderen Bedürfnissen ihres Rechts auf Bildung beraubt werden, während sie wegen ihres Hidschabs – der eine Verpflichtung gegenüber Allah, dem Gepriesenen und Erhabenen, darstellt – unter Druck gesetzt und zum Nachgeben gedrängt werden?!

Hat jenes Mädchen, das unter Sprach- und Hörbehinderungen leidet, nicht euer Ehrgefühl geweckt, als es euch anflehte und sagte, dass es an seine Schule und zu seiner Bildung zurückkehren möchte? Eine Bildung, die ihr seit einiger Zeit vorenthalten wird – nicht etwa wegen eines eigenen Verschuldens oder Fehlverhaltens, sondern einzig und allein deshalb, weil sie und ihre Mitschülerinnen sich weigern, dem Gebot Allahs (s.w.t.) ungehorsam zu sein, indem sie ihren Hidschab ablegen!

Bei Allah, wenn die Situation umgekehrt wäre und einer christlichen Schülerin beispielsweise der Zutritt zu einem Geschäft verwehrt worden wäre, weil sie ein Kreuz trägt – nicht in einer Schule, sondern in einem Geschäft –, wäre diese Angelegenheit dann unbemerkt geblieben? Oder hätten die Medien und die Behörden einen großen Aufruhr darum gemacht? Es zu einem Fall von Terrorismus gegen Christen hochgespielt, den Menschen Slogans über das Zusammenleben und die Ablehnung von Extremismus eingetrichtert und sofortige Strafen gegen diejenigen verhängt, die den öffentlichen Frieden stören?!

Warum sehen wir keine Stellungnahme und hören keinen Aufschrei von den Frauenverbänden, die über das gesegnete Land Palästina verstreut sind – jenen, die sich gegen Gewalt gegen Frauen wehren und lautstark Gleichberechtigung, Freiheiten, das Recht eines Mädchens, über ihre eigene Zukunft zu entscheiden, und sogar ihr Recht auf Abtreibung einfordern?! Oder gilt das Recht auf Bildung etwa nicht mehr, wenn ein Hidschab auf dem Kopf sitzt?!

Mit der Erlaubnis Allahs (s.w.t.) wird dieser Zustand nicht von langer Dauer sein. Wir werden dem Imam, der ein Schutzschild (Junnah) ist, den Treueeid (Baiʿa) leisten – jenem Führer, der die verbliebenen Kuffar (Ungläubigen), Heuchler und all jene beseitigen wird, die sich dem Islam und den Muslimen widersetzen oder sie an der Ausübung ihrer religiösen Riten hindern. Und das ist für Allah keineswegs schwer.

Frauenabteilung
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