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Zentrales Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir

H.  27 Rabi' II 1448 No: 1448AH/052
M.  Freitag, 09 Oktober 2026

 

Presseverlautbarung

Das Verbot von Hidschab und Niqab

Ein Krieg gegen den Islam und die Zwangsassimilierung muslimischer Frauen in die westliche Zivilisation

(Übersetzt)

Den früheren europäischen Regierungschefs folgend und unter dem Vorwand, die Sicherheit zu wahren und die Grundrechte jeder Frau und jedes Mädchens zu gewährleisten, hat die italienische Ministerpräsidentin am Donnerstag, dem 24. September 2026, ein Dekret verabschiedet, das das Tragen von Burka und Niqab in Schulen verbietet. Nach einer Regierungssitzung erklärte Meloni, das Burka-Verbot sei „eine Frage der Sicherheit“! Sie fügte hinzu: „Wenn eine Frau oder – schlimmer noch – ein junges Mädchen gezwungen wird, ihr Gesicht zu verhüllen, werden ihr Grundrechte und die Möglichkeit zur Integration selbst vorenthalten.“ (Mosaïque FM).

Frankreich hatte dem Senat bereits am 14. September 2010 einen Gesetzentwurf zum Verbot des Niqab vorgelegt – unter dem Vorwand, dass es unmöglich sei, eine Person mit bedecktem Gesicht zu identifizieren. Dies führe zu zahlreichen Problemen und Sorgen an öffentlichen Orten. Das Gesetz wurde daraufhin am 11. April 2011 verabschiedet, und das Verbot wurde an öffentlichen Orten, darunter Straßen, öffentliche Parks, Bahnhöfe und Geschäfte, umgesetzt. Jede Frau, die gegen das Gesetz verstieß, musste eine Geldstrafe von 150 € (216 $) zahlen. Der Niqab wurde 2011 auch in Belgien verboten, 2016 in Bulgarien, 2017 in Österreich und 2018 in Dänemark. Die Schweiz folgte im Jahr 2025, während Portugal sich ihnen anschloss und sein Verbot im September 2026 im Rahmen eines neuen Gesetzes in Kraft setzte. Auch die Niederlande haben den Niqab in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Behörden, Krankenhäusern und öffentlichen Verkehrsmitteln verboten, während Norwegen Beschränkungen vor allem in Bildungseinrichtungen auferlegt hat. Unterdessen gelten in Ländern wie Deutschland, Spanien und Italien spezifische Vorschriften, die auf bestimmte Orte, Einrichtungen oder Umstände beschränkt sind.

Frankreich, das Land der sogenannten Freiheiten, nimmt weiterhin muslimische Frauen ins Visier, die den Hidschab tragen. Seine Politiker instrumentalisieren diese Frage als Wählerfangmittel, um die größtmögliche Anzahl an Stimmen zu gewinnen. Die französische Partei „Rassemblement National“, die extreme Rechte unter der Führung von Marine Le Pen, hat ihre Absicht bekräftigt, Geldstrafen für das Tragen des Hidschab an öffentlichen Orten zu verhängen, sollte sie 2027 an die Macht kommen. Im Gegensatz dazu sah der französische rechtsextreme Politiker kein Problem darin, sich während des historischen Besuchs von Papst Leo XIV. am 1. Oktober dieses Monats mit einer christlichen Nonne fotografieren zu lassen, die eine traditionelle Kopfbedeckung und ein Nonnengewand trug. Der Europaabgeordnete des Rassemblement National, Matthieu Valet, versah das Foto beim Teilen auf der Plattform X mit den Worten: „Das wunderschöne Wiedererwachen Frankreichs.“

Auch Österreich hat sich diesem Trend angeschlossen. In diesem September verbot es Mädchen unter 14 Jahren das Tragen des Hidschab in öffentlichen und privaten Schulen. Bei wiederholten Verstößen drohen Eltern oder Erziehungsberechtigten Geldstrafen zwischen 150 € und 800 €.

Selbst Länder mit muslimischer Mehrheit präsentieren sich mit Nachdruck als moderne, säkulare Vorbilder. Dies zeigte sich kürzlich in Aserbaidschan, das Ende September seine Beschränkungen für das Tragen des Hidschab verschärfte, nachdem neue Vorschriften für Schuluniformen in öffentlichen Bildungseinrichtungen erlassen wurden. Es behauptete, seine Politik richte sich nicht gegen den Islam, sondern sei Teil der Durchsetzung von Bildungsgesetzen und der Bewahrung des säkularen Charakters von Bildungseinrichtungen. Es behauptete ferner, die Maßnahmen zielten darauf ab, die politische Instrumentalisierung der Religion zu verhindern und die öffentliche Ordnung vor extremistischen Tendenzen zu schützen!

O Muslime!

Die westlichen Staaten wetteifern miteinander im Krieg gegen die muslimischen Frauen und in der Einschränkung ihrer Freiheiten – in völligem Widerspruch zu ihren Behauptungen, Rechte und Freiheiten zu schützen, und den von ihnen erhobenen Parolen. Das Vorgehen des Westens gegen die muslimischen Frauen durch das Verbot von Hidschab und Niqab offenbart seine Furcht vor dem Islam und seiner Ausbreitung. Dies ist ein entschlossenes Unterfangen zur Bewahrung des säkularen Charakters des Staates und zur Verteidigung der Konzepte der westlichen Zivilisation. Es spiegelt zugleich die Widersprüche im Handeln dieser Länder wider: Sie missachten das, was sie als persönliche Freiheiten bezeichnen, sobald sie eine Bedrohung für ihre Souveränität oder eine Gefahr für ihren Säkularismus wahrnehmen.

O Muslime und ihr muslimischen Frauen im Westen!

Der Krieg gegen den Hidschab und den Niqab ist ein Zivilisationskrieg gegen den Islam, selbst wenn sie versuchen, seine Merkmale unter dem Deckmantel der „Wahrung der Sicherheit“ oder der „Verteidigung von Mädchen, denen ihre Entscheidungsfreiheit genommen wurde“, auszulöschen! Dieser Deckmantel wird schnell fallen und mit ihm werden alle Masken fallen, um Gesichter zu enthüllen, die von tiefem Hass auf den Islam und seine Anhänger erfüllt sind. Ihr seid diejenigen, die fest an ihrer Religion festhalten – wie jemand, der glühende Kohle in den Händen hält! Ihr seid diejenigen, die den Kampf führen, um standhaft zu bleiben und die Konzepte eurer Religion zu bewahren. Lasst nicht zu, dass sie eure Söhne und Töchter in ihre Zivilisation assimilieren. Stärkt und verankert stattdessen die islamische Kultur fest in ihren Herzen!

Daher ist die Vorstellung, der Staat müsse gegenüber der Religion neutral sein, von Grund auf falsch. Wir können in diesem internationalen System nichts anderes sein als diejenigen, auf die eingewirkt wird, es sei denn, wir nehmen den Islam an und setzen uns für die Wiederherstellung seiner vollständigen Umsetzung ein, indem wir das Kalifat gemäß der Methode des Prophetentums errichten. In einem solchen Staat werden wir den Fremden nicht unterworfen sein; vielmehr werden wir ihnen auf Augenhöhe gegenüberstehen. Wir werden nicht auf Gefälligkeiten oder Appelle um Mitgefühl von westlichen Ländern warten, die den Hidschab als Unrecht gegen die Frau oder lediglich als eine Frage der persönlichen Freiheit betrachten. Vielmehr betrachten wir ihn als Unterwerfung und Dienerschaft gegenüber Allah, Dem Gepriesenen und Erhabenen.

Frauenabteilung
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