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بسم الله الرحمن الرحيم

 

Im Namen Allahs des Allerbarmers des Barmherzigen

Nachricht und Kommentar

Wassagt der Vergewaltigungsfall der „Cornell Seven“ in Amerika über den Liberalismus aus?

News:

Staatsanwälte in New York haben die Ermittlungen zu einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer Studentin an der Cornell University im Oktober 2024 wieder aufgenommen, nachdem Berichte darüber, wie der Fall seinerzeit behandelt wurde, öffentliche Empörung ausgelöst hatten. Die Frau gibt an, dass sie im Oktober 2024 betrunken und allein das Haus der Studentenverbindung Chi Phi der Universität betreten habe, um einen männlichen Freund aufzusuchen, und dort von sieben Mitgliedern der Verbindung betäubt, sexuell missbraucht und mehrere Stunden lang vergewaltigt wurde. Einer dieser Täter verschickte daraufhin eine Nachricht in einem Gruppenchat der Verbindung, in der er andere männliche Studenten aufforderte, sich an dem Übergriff auf die Frau zu beteiligen. Von den mehr als 50 Männern, die diese Nachricht erhielten, erhob niemand Einspruch oder meldete den Vorfall; stattdessen reagierten einige mit Ermutigung und Begeisterung. Damals wurden gegen die Täter des Angriffs keine strafrechtlichen Schritte eingeleitet. Die Cornell University – eine der prestigeträchtigen Ivy-League-Universitäten in Amerika – reagierte lediglich mit dem Ausschluss von zwei der sieben beschuldigten Männer, während den anderen gestattet wurde, ihr Studium an der Hochschule fortzusetzen.

Kommentar:

Sexuelle Übergriffe auf Frauen sind auf den Universitätsgeländen in den USA weit verbreitet. Einer Campus-Klimastudie zu sexuellen Übergriffen und Fehlverhalten aus dem Jahr 2019 zufolge gaben 25 % (1 von 4) der Frauen an, während ihres Bachelorstudiums irgendeine Form von sexueller Belästigung oder Fehlverhalten erlebt zu haben. Solche Verbrechen sind ebenso in den Universitäten anderer liberaler Staaten wie Großbritannien, Frankreich und Australien allgegenwärtig. Die im vergangenen Jahr veröffentlichte Untersuchung des britischen Amts für Studierende (Office for Students) ergab, dass jede dritte Studentin (33 %) in England während ihrer Zeit an der Universität oder Hochschule sexuelle Belästigung erlebte und rund jede siebte Studentin mindestens eine Form von sexueller Nötigung oder Gewalt erfahren hatte.

Diese liberalen Staaten haben versucht, ihrer allgegenwärtigen Vergewaltigungskultur durch Maßnahmen wie eine größere Rechenschaftspflicht der Täter, Aufklärungskampagnen zur Gewährleistung von „Einvernehmlichkeit“ in Beziehungen, strengere Gesetze gegen sexuelle Übergriffe, eine bessere Polizeiarbeit und härtere gerichtliche Strafen Herr zu werden. Dennoch haben diese Maßnahmen nicht einmal ansatzweise das Ausmaß des Problems verringert. Der Grund dafür ist, dass sie sich standhaft weigern, die wahren Ursachen und beitragenden Faktoren dieser Verbrechen zu untersuchen oder anzuerkennen. Dazu gehören:

Erstens: Der Konsum von Alkohol und Drogen, der durch den hedonistischen Lebensstil angetrieben wird. Dieser wird vom Liberalismus gefördert, welcher propagiert, dass die Maximierung des persönlichen Vergnügens das wichtigste Lebensziel sei und dass die eigenen Gelüste und Begierden den Maßstab für Richtig und Falsch bilden – völlig losgelöst von jeglicher Rechenschaftspflicht gegenüber einer höheren Instanz, dem Schöpfer.

Zweitens: Die Entwertung der Würde und Stellung der Frau durch ihre Objektifizierung und Sexualisierung in der Gesellschaft. Dies hat Frauen auf den Status von Objekten zur Befriedigung männlicher Triebe reduziert – all dies sanktioniert und gefördert durch liberale Werte wie Meinungs- und Eigentumsfreiheit. Ein solches Umfeld fördert in den Männern keineswegs die Geisteshaltung der Verantwortung, Frauen vor Schaden zu bewahren und zu beschützen, sondern vielmehr dazu, sie für niedere Triebe auszunutzen.

Drittens: Der liberale Glaube an die sexuelle Freiheit, die den Einzelnen dazu ermutigt, seine Begierden auf jede beliebige Weise auszuleben, ohne jegliche gesetzliche Regulierung oder Vorschriften für den Umgang zwischen Männern und Frauen in der Gesellschaft – was von ihnen als unnötig, rückständig und einschränkend angesehen wird. Das Resultat all dessen ist ein giftige Mischung, die eine brandgefährliche Umgebung für Frauen schafft. Folglich ist es der Liberalismus – mit seinen Werten und Überzeugungen –, der neben den Tätern dieser abscheulichen Verbrechen auf die Anklagebank gehört.

Im Gegensatz dazu verfügt der Islam über einen mehrstufigen Ansatz und Rahmen, um sexuelle Verbrechen an Frauen wirksam zu verhindern.

Erstens: Er fördert die Taqwa (die Ehrfurcht vor Allah) im Einzelnen. Dies ist die vorderste Verteidigungslinie gegen solche Verbrechen, da sie eine Geisteshaltung der Rechenschaftspflicht gegenüber dem Schöpfer verankert. Sie prägt die Art und Weise, wie Männer Frauen betrachten und behandeln, nämlich im Einklang mit den islamischen Geboten: mit Respekt und Würde, und mit dem Schutz vor jeglichem Schaden, Missbrauch oder Gewalt, die der Islam unmissverständlich untersagt. Allah (t) spricht im Koran: ﴿وَلَا تُضَآرُّوهُنَّ لِتُضَيِّقُوا۟ عَلَيْهِنَّ﴾ „Und schädigt sie nicht, um sie einzuengen.“ [At-Talaq: 6]

Zweitens: Verbietet der Islam Alkohol und Drogen und verurteilt den hedonistischen Lebensstil, der gewalttätiges Verhalten gegenüber Frauen anheizt. Er setzt die Gesetze und Grenzen Allahs als Maßstab für Taten und nicht das egoistische Vergnügen.

Drittens: Stellt der Islam den Schutz der Würde der Frau auf eine Stufe mit dem Schutz des Lebens selbst. Er verbietet jede Form der Objektifizierung, Ausbeutung oder Sexualisierung, schützt ihre hohe Stellung in der Gesellschaft, unterbindet jede herabwürdigende Handlung und wehrt Gewalt und Belästigung ab. Der Gesandte Allahs (s) demonstrierte die Bedeutung der Wahrung der Frauenwürde, als er den Stamm der Banu Qaynuqa aus seinem Staat in Medina vertrieb, nachdem einer ihrer Mitglieder eine muslimische Frau demütigte, indem er den Saum ihrer islamischen Bekleidung befestigte, sodass sie beim Aufstehen entblößt wurde.

Viertens: Lehnt der Islam die sexuelle Freiheit ab und verbietet die Sexualisierung der Gesellschaft, welche das Verhältnis zwischen Mann und Frau entwertet und sexuelle Triebe auf eine Weise anfacht, die eine gefährliche Umgebung für Frauen schafft und zu sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen beiträgt. Stattdessen besitzt der Islam ein einzigartiges und detailliertes Gesellschaftssystem, dessen Gesetze den Umgang zwischen Mann und Frau in einer Weise regeln, die den Anreiz und die Erfüllung des Geschlechtstriebs ausschließlich auf die Ehe lenkt und von schädlichen Beziehungen fernhält. Die islamische Kleidung der Frau; das Verbot der Khulwa (das Alleinsein eines nicht-mahram Mannes mit einer fremden Frau); die Trennung von Männern und Frauen außerhalb von durch die Schari’ah erlaubten Zwecken wie Bildung, Handel, medizinischer Behandlung oder dem politischen Leben; das Verbot des lüsternen Blicks auf andere als den eigenen Ehepartner sowie das Verbot intimer Beziehungen außerhalb der Ehe – dies sind Beispiele für islamische Gesetze, die einen praktischen Rahmen für einen respektvollen und sicheren Umgang zwischen Mann und Frau schaffen. Sie ermöglichen Frauen ein aktives öffentliches Leben und bewahren gleichzeitig ihre Würde und Wohlbefinden.

Fünftens: Geht der Islam mit äußerster Härte gegen jede Form von Gewalt gegen Frauen oder Verletzungen ihrer Würde vor, einschließlich der im islamischen Recht vorgesehenen Todesstrafe für Vergewaltigung.

Achtung und Respekt vor Frauen lassen sich unmöglich in einer Gesellschaft verankern, die von einer Kultur durchdrungen ist, welche sie auf jeder Ebene abwertet, erniedrigt und entmenschlicht. Ebenso wenig ist dies allein durch drakonische Justizstrafen zu erreichen. Es bedarf jener Werte, die den korrekten Blick auf die Unantastbarkeit der Frauenwürde formen, flankiert von Gesetzen, die sie in der Realität absichern. Es ist einzig das islamische System, das diesen glaubwürdigen Rahmen zum Schutz der Frau bietet.

Geschrieben für das Zentrale Medienbüro von Hizb ut Tahrir von
Asma Siddiq
Mitglied des Zentralen Medienbüros von Hizb ut Tahrir
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